See-Energiezentrale Inseliquai, Luzern

13. Januar 2021

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Zusammenfassung

1985 entstand eine durch PZM konzipierte und geplante Energiezentrale im Bahnhofsbereich Luzern. 6 Wärmepumpen, 2 WKK und 2 grosse Holzschnitzelfeuerungen sowie Seewassernutzung für Direktkühlung aus dem Seebecken versorgten das bahnhofsnahe Areal. Nach einer ersten Sanierung wurde 2017 die gesamte Energiezentrale von der SBB/Post an das ewl veräussert. Die über 30-jährige Energiezentrale wurde umfassend erneuert und vergrössert. Die Energieerzeugung setzt nun massgeblich auf einen Wärmepumpenbetrieb mit Ammoniak-Maschinen, die Anergie aus dem See bezieht. Hierzu wurde eine nahezu 2km lange Seewasserleitung in tiefere Seeschichten geführt, wo ganzjährig Wasser von 6–9°C verfügbar ist. Die Seewasserleitung versorgt nicht nur die Wärmepumpen mit Anergie, sondern gewährleistet auch ein umfassendes Freecooling zur Kühlung der Liegenschaften. Sie steht ausserdem als Energieträger in Form von Anergie auch für weitere Bereiche der Stadt Luzern zur Verfügung. Die Spitzenlast wird mit einer reinen Gasfeuerung abgedeckt. So wird das Gesamtsystem einfach gehalten und dank der hocheffizienten Wärmepumpen und des Freecoolings wird Energie mit einem sehr hohen Umweltanteil der Stadt Luzern zur Verfügung gestellt. Der Umbau erfolgte im laufenden Betrieb. PZM amtete als Fachplaner und Generalplaner. 

Fakten

Gebäudekategorie:Energieversorgung / Energiekonzept
Bearbeitete Fachgebiete:GA / HLK / LKK / Fachkoord. / S / Sprinkler/ Brandschutz / Gesamtplanung
Erbrachte Leistungen:100 % TL
Bauherr:ewl Verkauf AG, Luzern
Auftraggeber:ewl Verkauf AG, Luzern
Architekt:ewp bucher dillier AG, Luzern
GU/TU:--
Investitionsvolumen total:ca. Fr. 18 Mio.
Installationssumme:ca. Fr. 13 Mio.
Planungszeit:2014 - 2020
Realisierungszeit:2018 - 2020
Zertifikationen:--

Verantwortlichkeiten

Referenzperson:    Thomas Bachmann, ewl

Projektleiter PZM:  Alex Küng